Maren Petrich
Demokratie ist kein Pizzadienst
Staatsministerin Köpping zu Besuch im Schulzentrum
Die Aufregung und Hektik im Schulclub war am Montag (2. März) spürbar. Zu einer außerordentlich einberufenen Versammlung aller Klassen- und Kurssprecher*innen (Klasse 5-12) hatte sich die sächsische Ministerin für Soziales Petra Köpping von der SPD angekündigt.
Im Voraus waren mit der Unterstützung von Frau Weickmann und Frau Jahn verschiedenste Fragen vorbereitet worden, um mit der Politikerin ins Gespräch zu kommen. Nachdem Köpping mit einem Augenzwinkern aufgezeigt hatte, dass der Verantwortungsbereich ihres Ministeriums „von der Wiege bis zur Bahre“ reiche (sowohl Kinder- und Jugendhilfe als auch die Versorgung im Alter), ging es um unterschiedlichste Themen: Köpping sprach sich beispielsweise für einen zeitgemäßeren und entschlackten Lehrplan aus, der in allen Bundesländern einheitlich sein solle. Gleichzeitig sollte der Fächerkanon überdacht werden. So könne die Einführung der Fächer Gesundheitsprävention und digitale Medien sinnvoll sein. Schülerinnen und Schüler müssten sich heute viel mehr mit Themen wie (mentaler) Gesundheit und dem Erkennen von Fake-News auseinandersetzen. Genau deshalb werde das Thema eines möglichen Social-Media-Verbots bis 14 Jahren ebenfalls im Ministerium besprochen. Weiterhin ging es um Themen wie Rassismus an Schulen, geschlossene Jugendtreffs und den Umgang mit Mobbing. Köpping betonte, dass rassistischen Vorfällen an Schulen etwas entgegengesetzt werden müsse. Demokratie sei kein Pizzadienst, bei dem man einfach anrufen und etwas bestellen könne, sondern erfordere den Zusammenschluss all derer, die für sie einstehen. Das gelinge bspw. mit dem Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, an dem auch das Montessori-Schulzentrum teilnimmt.
Die Gesprächsatmosphäre war wertschätzend und von großem gegenseitigem Interesse geprägt. Durch die professionelle Einrahmung und Leitung der Diskussion durch Nora Lauke (10c) und Janek Thiem (10c) konnten alle wichtigen Fragen gestellt und das Gespräch zu einem runden Abschluss geführt werden.
Wir danken der Ministerin für ihr offenes Ohr, das sie mit ihrem Besuch bewiesen hat!