Maren Petrich
Frankreich, Tanzball, Visionale
Jahresrückblick der 9d
Dieses Jahr ist viel passiert, nicht nur im Unterricht! Wir blicken gemeinsam auf die Höhepunkte von 2025 zurück.
Junge Medienmacher auf der Bühne: Die Visionale 2025 (Jooke Stoffers)
Die Visionale 2025 präsentierte sich erneut als Plattform für junge Medienmacherinnen und Medienmacher. Wie in den Vorjahren fand die Veranstaltung von 13 bis 18 Uhr im Schauspiel Leipzig statt. Besonders dieses Jahr:
Die Visionale feierte ihr 35-jähriges Jubiläum und wir als Klasse 9d waren dabei.
Bereits zu Beginn um 13 Uhr waren viele Besucher angereist, darunter Kinder, Jugendliche, Familien und auch Gäste aus weiter entfernten Orten wie Glauchau. Beim Betreten der Eingangshalle konnten sich die Besucher einen kostenlosen Beutel mit Stickern, Postern und anderem Merchandise abholen und gelangten anschließend ins große Foyer. Dort wurden rund zehn Stände aufgebaut, an denen interaktive Angebote präsentiert wurden. Die Besucher konnten beispielsweise ein eigenes Online-Spiel gestalten, einen Roboter durch einen Parcours steuern oder eine VR-Brille ausprobieren. Die Projekte stammten aus verschiedenen Werkstätten und Nachmittags-AGs.
Neben den interaktiven Angeboten konnten die für die Preisverleihung nominierten Werke angesehen werden. Hörprojekte waren an Tischen mit Kopfhörern verfügbar, kurze Filme und Videos wurden im großen Saal gezeigt. Zudem bestand jederzeit die Möglichkeit, Beiträge für den Zuschauerpreis online per QR-Code zu nominieren.
Um 16 Uhr erreichte die Veranstaltung ihren Höhepunkt: die Preisverleihung. Alle Gäste versammelten sich im Saal. Zur Eröffnung spielte die Live-Band „Die Neue Zärtlichkeit“ und trat im Laufe des Tages noch mehrmals auf. Anschließend wurden die Moderatoren Wenzel, Alex und Karim vorgestellt. Sie führten durch die Preisverleihung, interviewten die Teilnehmenden und vergaben die Preise. Wir hatten unseren Podcast „Man war halt dabei – Jugend und Schule in der DDR“ eingereicht und waren auch nominiert, haben aber dann leider nichts gewonnen, außer Ruhm und Ehre und die Veröffentlichung unseres Podcasts bei Radioblau.
Alle eingereichten Beiträge wurden in drei Kategorien unterteilt: „Schule macht Medien“, „Medienmacher“ und „Medienstarter“. Für jede Kategorie wurden sechs Favoriten präsentiert, und die Gewinner wurden per Kommentar bekanntgegeben. Nominiert zu sein bedeutete, auf die Bühne zu kommen und Fragen zu den eigenen Projekten zu beantworten. Die Interviews wurden interaktiv gestaltet, sodass die Zuschauer aktiv eingebunden waren.
Der Gewinner des Zuschauerpreises war in diesem Jahr eine neunte Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums mit ihrem Podcastprojekt „Schiller macht Radio“. Die Veranstaltung endete mit einem letzten Song und viel Applaus. Insgesamt bot die Visionale wieder einmal vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich kreativ mit Medien auseinanderzusetzen, eigene Ideen umzusetzen und die Arbeiten anderer zu entdecken.
Positives Schulklima stärkt Gemeinschaft (Emma Mattausch-Sanchez)
Unser Maria-Montessori-Schulzentrum ist dafür bekannt, ein gutes Schulklima zu haben. Zwischen den Schülern und auch im Umgang mit den Lehrern geht während der Schulzeit, in den Pausen und bei Veranstaltungen meist alles sehr friedlich zu. Doch ist das immer so?
Ein gutes Schulklima ist wichtig, da die Kommunikation mit anderen Schülern zum Schulalltag gehört. Es fördert soziale Fähigkeiten und das Lernen, denn nur in einem Klassenzimmer, in dem eine angenehme Atmosphäre herrscht, können Lernende und Lehrende produktiv arbeiten. Es ist sehr effektiv, wenn die Schule Veranstaltungen wie verschiedene Fahrten, Wettbewerbe und Spiele anbietet, um die Klassengemeinschaft zu stärken. Schüler berichten, dass besonders die Tage der Orientierung in der 8. Klasse und das alljährige Montelympia die Klassengemeinschaften stärken. Doch es gibt auch Ausnahmen, denn Konflikte sind unvermeidbar.
Außerhalb der Klassen gibt es jedoch noch Verbesserungsmöglichkeiten, denn klassenübergreifend kennen sich die Schüler selten untereinander. Zwar werden die Klassen bei manchen Events gemischt wie zum Beispiel bei Gottesdiensten, bei denen immer zwei Klassen zusammengesetzt werden, und auch an der Projektwoche nehmen alle teil, aber viele Schüler wünschen sich mehr Aktionen.
Frankreichaustausch November 2025 (Lilli Birkner)
Vom 24.11.25 bis zum 29.11.25 fand an unserer Schule der 8. Schüleraustausch mit dem Collège St. Barbe in Le Faouët in der Bretagne, Frankreich, statt. Zuerst kamen die französischen Austauschschüler zu unseren neunten Klassen nach Leipzig.
Die Tandems hatten sich schon vor dem Austausch über verschiedene Internetplattformen kennengelernt. Am Montagabend gegen 20:30 Uhr kamen die französischen Austauschschüler mit ihren zwei Lehrern am Leipziger Hauptbahnhof an. In Leipzig wurden sie empfangen und die Tandems fuhren jeweils zu ihrem deutschen Zuhause.
Um den deutschen Unterricht kennenzulernen, gab es zwei Unterrichtseinheiten: einmal am Montag und einmal am Freitag. Sie dauerten jeweils 150 Minuten. Manchmal waren die Franzosen auch allein unterwegs. Ein Beispiel dafür wäre der Donnerstag, an dem sie im Zeitgeschichtlichen Forum eine französische Führung zur DDR-Geschichtebekommen haben. Trotzdem fand das Programm meistens mit allen Personen statt, die am Austausch teilgenommen haben.
Viele berichteten, dass für sie die Potsdamfahrt am Mittwoch das Highlight war. Es gab aber noch andere tolle Ereignisse, wie das internationale Volleyballturnier am Dienstag, den Aufstieg auf das Völkerschlachtdenkmal am Donnerstag und den Zoobesuch am Freitag.
Meist endete der Tag offiziell gegen 16 Uhr, doch die meisten Tandems haben danach noch ihr eigenes Programm gemacht (oft gemeinsam mit anderen Tandems). Beispiele dafür sind ein Weihnachtsmarktbesuch, ein Besuch in der Schaubühne Lindenfels zu den französischen Filmtagen oder – für viele das größte Highlight – das gemeinsame Eislaufen am Freitag.
Das bedeutet, man hat viel Zeit miteinander verbracht, und trotzdem gab es einige sprachliche Probleme.
Die deutschen Schüler meinten, dass sie mit den Franzosen oft mit Google-Übersetzer kommuniziert haben. Manchmal wurde auch Englisch gesprochen, das hat jedoch nicht gut funktioniert, da die meisten Franzosen nur Französisch konnten. Deshalb haben die deutschen Schüler auch versucht, Französisch zu sprechen. Viele haben zurückgemeldet, dass sie ihr Französisch durch den Austausch verbessern konnten. Das dürfte die Französischlehrerinnen und die Organisatoren des Erasmus+-Programmes freuen. Mehr Sprache für mehr Verständigung.
Mein individueller Schüleraustausch: Mit dem Stéphane-Hessel-Programm nach Frankreich (Marie Henke)
Im Mai 2025 hatte ich die Möglichkeit, über das Stéphane-Hessel-Programm an einem Schüleraustausch nach Frankreich teilzunehmen. Dieser Austausch führte mich in die wunderschöne Stadt Lyon, die im Süden des Landes liegt. Schon die Vorstellung in einem fremden Land zu leben, war spannend und aufregend. Was mich besonders faszinierte, war die Chance, die französische Kultur und Sprache aus erster Hand zu erleben.
Die Vorbereitungen für den Austausch begannen bereits im Herbst 2024. Ich musste eine Bewerbung einreichen, in der ich angab, wer ich war, was ich mag und welche Interessen mich ausmachen. Anhand dieser Informationen wurde eine geeignete Austauschpartnerin für mich ausgewählt. Zwar habe ich einige Wochen auf die Antwort warten müssen, aber im Dezember kam schließlich die Zusage.
Nach dem Erhalt der Kontaktdaten meiner Austauschschülerin nahmen wir umgehend Kontakt auf. Über WhatsApp schrieben wir uns regelmäßig – mal auf Deutsch, mal auf Französisch. So hatten wir bereits vor dem Austausch die Gelegenheit, uns kennenzulernen. Unsere Familien legten zudem fest, wann wir jeweils für vier Wochen in das andere Land reisen würden. Im Rahmen des Programms findet der Austausch zeitlich versetzt statt – das bedeutet, dass zunächst der eine Austauschpartner nach Frankreich reist, und später der Austauschpartner nach Deutschland kommt.
Der Aufenthalt in Lyon war eine einzigartige Erfahrung. Ich war zu Beginn etwas nervös, aber die herzliche Gastfamilie nahm mir sofort alle Bedenken. In der ersten Woche habe ich mich bereits wie zu Hause gefühlt. Besonders die französische Küche beeindruckte mich – jede Mahlzeit war ein wahrer Genuss. Wir besuchten gemeinsam verschiedene Sehenswürdigkeiten und lernten die französische Kultur hautnah kennen.
In der Schule konnte ich meine Sprachkenntnisse deutlich verbessern, denn der Unterricht wurde natürlich auf Französisch durchgeführt. Zudem habe ich die Möglichkeit gehabt, mit französischen Mitschülern zu sprechen, was mir dabei half, die Sprache noch fließender zu verwenden.
Insgesamt war der Austausch eine prägende Erfahrung. Ich habe nicht nur viel über Frankreich gelernt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen. Das Stéphane-Hessel-Programm wird jedes Jahr angeboten und ist eine großartige Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler, ihre Sprachkenntnisse in Lyon oder Grenoble zu erweitern und in eine andere Kultur einzutauchen. Wer ebenfalls auf der Suche nach einer bereichernden Erfahrung ist, dem kann ich den Austausch nur wärmstens empfehlen.
Ein festlicher Abschluss: Tanzball der Jahrgangsstufe 9 (Elin Weber)
Am 22.11.2025 fand für die neunten Klassen des Maria-Montessori-Schulzentrums ein besonderes Highlight statt: der Tanzball als feierlicher Abschluss des Grundkurses der Tanzschule Jörgens. Der Kurs, der jeden Montag von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr stattfand, brachte den Schülerinnen und Schülern verschiedene Tänze wie den Langsamen Walzer, den Cha-Cha-Cha oder den Tango näher. Zusätzlich wurden sie durch einen Manier Kurs (Knigge Kurs) bestens auf den Tanzball vorbereitet.
Der Tanzball begann um 19:30 Uhr. Es gab ein kleines Kennenlernen der Gäste und um 20:00 Uhr war es soweit. Die Schüler sind in den Tanzsaal mit ihren Tanzpartnern eingelaufen und konnten nun bei den ersten Tänzen ihre Gäste beeindrucken.
Danach gab es eine weitere Tanzrunde, bei der auch die Eltern beteiligt waren. Im Kreis mit ständig wechselnden Paaren haben Eltern mit Jugendlichen, Jugendliche mit Geschwistern oder auch mit Freunden tanzen können – und zwar in Form von einem Tanzspiel, welches die Tanzlehrerin Tina vorbereitet hatte.
Außerdem war es möglich, in einer freien Tanzrunde mit jeglichen Personen zu verschiedenen Liedern wie Perfect von Ed Sheeran oder Shut Up and Dance von WALK THE MOON tanzen zu können.
Um 23:00 Uhr fand ein großes Highlight statt: Profitänzer der Tanzschule Jörgens, welche schon seit zehn Jahren im Tanzsport aktiv sind, hatten einen Auftritt, bei dem sie viele verschiedene Lateintänze wie Rumba oder Salsa getanzt haben und so das Publikum verzaubert haben.
Bis zum Schluss des Tanzballs blieb die Stimmung mitreißend und jeder hat den Abend genossen. Um 0:00 Uhr leerte sich nun der Tanzsaal und alle gingen mit einer schönen neuen Erinnerung nach Hause.
Im Rückblick auf den Abschlussball möchte man diesen Abend auf keinen Fall missen. Die schönen Ballkleider der Mädchen mit ihren Blumensträußen und die schicken Anzüge der Jungs, die tolle Musik und die wundervolle Stimmung machten den Abend unvergesslich. Schön, dass wir Schüler und Schülerinnen aus der 9d so zahlreich dabei waren!
Und was erwartet uns 2026?
Ein neues Abenteuer für unsere Auslandsfahrten in Klasse 9 (Ronja Vogl)
Seit diesem Jahr gibt es ein neues Austauschangebot für die Schüler der 9. Klassen der Montessori-Schule Leipzig. Am 25. Januar geht es für die Leipziger per Bus und Flugzeug nach Gjøvik in Norwegen. Dort werden wir schon von unseren Austauschfamilien erwartet. In unseren sieben Tagen Aufenthalt werden wir sehen, wie die Kinder dort lernen, was es für verschiedene Aktivitäten gibt und wie die Leute in Norwegen leben. Die Schule, die wir besuchen werden, heißt „Steinerskolen“. In Norwegen gibt es viele dieser Schulen. In Deutschland würde man sie vermutlich als Waldorfschule bezeichnen. Auch die Steinerskolen legt viel Wert auf praktisches Lernen, Außenaktivitäten und Zusammenhalt.
Für uns gibt es natürlich auch ein paar besondere Programmpunkte. Zum einen werden wir mit der Schule das Hafjell besuchen. Das ist eines der größten Skigebiete Norwegens. Auch geplant ist ein 20-minütiges Rodelerlebnis am Freitag. Der Samstag wird dann in den jeweiligen Familien individuell gestaltet und verbracht. Am ersten Februar geht es wieder zurück nach Leipzig. Im April kommen die Norweger schließlich auch zu uns. Für diese wird es höchstwahrscheinlich noch überwältigender sein als für uns. Vor allem die Größe der Stadt und die Schule wird sie überraschen. So große Klassen und die vielen Schüler sind die Norweger ja alles andere als gewohnt. Die Maximalanzahl der Klassen an der Steinerskolen beträgt 14 Schüler; unsere sind fast doppelt so groß.
Auch für die Norweger wird es ein spannendes Programm geben. Sie werden die Stadt und die Schule kennenlernen und hoffentlich viele schöne Erinnerungen sammeln. Ein Programmpunkt wird der Besuch im Zoo sein. Aufgrund des eher kühlen Klimas gibt es in Norwegen eher wenige Zoos und Tierparks. Deswegen wird es für die Norweger bestimmt ein tolles Erlebnis sein
Der Austausch soll vor allem den kulturellen Kontakt zwischen Ländern und Menschen fördern, aber auch die Offenheit, sich auf ein neues Umfeld und neue Erfahrungen einzulassen. Miteinander neue Dinge erleben und Freundschaften schließen. Natürlich hilft der Austausch auch zur Verbesserung einer Sprache. Hauptsächlich werden wir uns auf Englisch unterhalten, da alle diese Sprache beherrschen. Es gibt auch die Möglichkeit, Deutsch zu sprechen, da zwei der Schüler die Sprache können. Falls man möchte, kann man auch Norwegisch sprechen oder auf der Hinreise noch ein paar Basics lernen.
Im Großen und Ganzen wird dieser Austausch eine schöne Möglichkeit sein, Norwegen kennenzulernen und neue Freunde zu finden. Ein großer Dank geht auch noch einmal an Frau Schwarzenberg, die diesen Austausch ermöglicht hat und an Erasmus+, die alle Kosten übernehmen und den Austausch unterstützen.



