Simon Hörsch
Buchstaben- und Zahlenspiele in der 1a
von Kristina Ehrig
Nach der Einschulung starten die Erstklässler mit unterschiedlichen Charakteren, Stärken, Interessen, Begabungen und Schwächen gemeinsam ihre „Schullaufbahn“. Sie haben bis dahin verschiedene Dinge erlebt, erfahren, ausprobiert und verinnerlicht. Daraus ergeben sich unterschiedliche Lernvoraussetzungen.
Im Schuljahr 2025/26 überprüften wir im Rahmen eines Modellprojekts erstmals mit einheitlichen Tests die Lernvoraussetzungen für das Lesen-, Schreiben- und Rechnen-Lernen bei allen Schülerinnen und Schülern der Klasse 1a.
Für diejenigen, bei denen sich noch Lücken in den Lernvoraussetzungen zeigten, wird seitdem parallel zur Freiarbeit eine Unterrichtsstunde gezielter Förderunterricht in einer Kleingruppe angeboten, die sogenannten Buchstaben- bzw. Zahlenspiele.
Dabei handelt es sich nicht um eine Förderung im Sinne von Nachhilfe, d. h. es wird kein aktueller Unterrichtsstoff aufgearbeitet. Die Förderung hat das Ziel, Lücken in den fundamentalen Lernvoraussetzungen für das jeweilige Fach spielerisch zu schließen und damit eine solide Ausgangslage für das weitere fachliche Lernen zu schaffen.
Bei den Buchstabenspielen wird gereimt, gesungen und mündlich mit Sprache gespielt. Wörter werden in Silben und Laute zerlegt und aus diesen zusammengesetzt, wir üben eine „Geheimsprache“ (Lautgebärden) und Buchstaben, fahren mit dem „Silbenfahrstuhl“ und schließlich wird auch ein wenig geschrieben und gelesen.
Bei den „Zahlenspielen“ wird vorwärts, rückwärts und in verschieden großen Schritten gezählt. Konkrete Mengen werden anhand verschiedener Materialien verglichen, erweitert, reduziert, ausgeglichen und zerlegt. Dabei übersetzen wir das, was wir tun, in „Mathe-Sprache“. So erarbeiten wir ein tiefgreifendes Verständnis für die Rechenoperationen Addition und Subtraktion und ihr Verhältnis zueinander als Umkehroperationen.
Nicht zuletzt soll mit diesem Förderangebot auch die Freude am Lesen, Schreiben und Rechnen geweckt, bewahrt und gestärkt werden.